Fragwürdige Verlosung von Schönheitsoperationen

Wien (pts/16.03.2011/09:00) - Zum wiederholten Male verlost ein TV-bekannter Wiener plastischer Chirurg Schönheitsoperationen. InteressentInnen sollen sich bei einer Mehrwertnummer melden. Dieser Marketinggag bringt dem Arzt zwar unbezahlbares mediales Echo ein, lässt allerdings massive Zweifel an seiner Seriosität aufkommen. Wo sind in der Schönheitschirurgie die Grenzen des guten Geschmackes?

Die Österreichische Plattform für Kosmetische Chirurgie (ÖPKC) wurde von Juristen gegründet und macht sich zur Aufgabe, PatientInnen, Behörden und Medien über alle Belange der Schönheitsmedizin aufzuklären und PatientInnen im Bedarfsfall juristisch behilflich zu sein. Die ÖPKC ist Anlaufstelle für PatientInnen und ÄrztInnen unterschiedlicher Fachgruppenherkunft, die in der Schönheitsmedizin berechtigt tätig sind. Aktuelle Medienberichte zum Thema kosmetische Chirurgie werden von der ÖPKC kritisch hinterfragt und Experten zur fachlichen Beurteilung vorgelegt.

Jede Schönheitsoperation birgt gesundheitliche Risiken. Verantwortungsbewusste, seriöse ÄrztInnen werden daher alle InteressentInnen sorgfältig über Erfolgsaussichten, den Ablauf eines solchen Eingriffs und mögliche Komplikationen aufklären. Die Aussicht auf eine kostenlose Operation durch Anruf bei einer Mehrwertnummer birgt die Gefahr, dass "glückliche GewinnerInnen" leichtfertig eine Entscheidung treffen, die bittere Folgen nach sich ziehen kann.

"Wir sind erschüttert über die Maßnahmen, die dieser plastische Chirurg ergreift, nur um in die Medien zu gelangen. Abgesehen von rechtlichen Bedenken halten wir diese Art von Werbung ethisch für in höchstem Maße fragwürdig. Unsere Plattform wird den Sachverhalt der Österreichischen Ärztekammer zur Kenntnis bringen," berichtet der Vorstand der ÖPKC, Rechtsanwalt Harald Redl.

Bemerkenswert war die Reaktion der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, als derselbe Arzt im Vorjahr ebenfalls Schönheitsoperationen verloste. Sie verurteilte diese Werbemaßnahme aufs Schärfste und verwies darauf, dass seriöse plastische Chirurgen so etwas nicht täten. Die Gesellschaft ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, dabei auf ihr Mitgliederverzeichnis zu verweisen, in dem solche seriösen Ärzte zu finden wären. Unerwähnt blieb, dass der besagte Arzt selbst ebenfalls Mitglied der Gesellschaft ist - und zwar damals wie heute...

Kontakt: Österreichische Plattform für Kosmetische Chirurgie (ÖPKC) schoenheitsmedizin.org - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Quelle: pressetext.com/news/110316005