FH Campus Wien veranstaltet am 26. April IT-Security-Konferenz

FH Campus WienWien (pts007/10.04.2012/09:45) - Das Kompetenzzentrum für IT-Security lädt am 26. April 2012 in Kooperation mit dem Bayrischen IT-Sicherheitscluster zur Konferenz "Cloud & Klein: IT im Spannungsfeld zwischen Servercluster und Sensornetz" ein. Internationale Vortragende aus Forschung und Wirtschaft stellen aktuelle technische und wirtschaftlich-rechtliche Lösungen bzw. Herausforderungen vor. Wie effiziente kryptographische Implementierungen für eingebettete Geräte aussehen können, thematisiert Manuel Koschuch, Forscher am Kompetenzzentrum für IT-Security in seiner Keynote. Parallel zu den Vorträgen findet eine Firmenmesse statt. Die FH Campus Wien baute mit dem Kompetenzzentrum für IT-Security und durch Lehre und Forschung in den Masterstudiengängen IT-Security und Embedded Systems Engineering über Jahre Know-how zu diesen Themen auf.

Mit den aktuellen Trends "Cloud Computing" und "Internet der Dinge"/"Ubiquitous Computing" stehen scheinbar unbegrenzte Rechen- und Speicherkapazität auf der einen Seite, extrem begrenzten Rechen-, Speicher- und Energieressourcen auf der anderen Seite gegenüber. Gemeinsam ist der Bedarf nach starker Kryptographie, um Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Daten zu gewährleisten.

Die Cloud - global, einfach, aber nicht sicher

Amazon, Dropbox, Google oder Apple bieten schon seit Jahren Dienstleistungen via Cloud an. NutzerInnen verwalten ihre Daten nicht mehr selbst, sondern rufen sie online von einem irgendwo auf der Welt eingerichteten Rechenzentrum ab - die Leistungsfähigkeit des einzelnen Rechners tritt dabei in den Hintergrund. Problematisch ist jedoch, dass niemand weiß, welcher Server gerade von der Software herangezogen wurde und welches Datenschutzrecht daher anzuwenden ist. Dazu kommt, dass potentiell sensible Daten in der Cloud nicht sicher sind. Denn ver- und entschlüsselt man lokal, hat man nicht von überall Zugriff. Die Konferenz geht der Frage auf den Grund, was beachtet werden muss, damit die Cloud Daten möglichst sicher verarbeitet.

Internet der Dinge - viele Knoten als Schwachstellen

Gemeint sind Objekte in unserem Alltagsleben mit eingebetteten Mikroprozessoren, kabelloser Kommunikation und Software, um eine Vielzahl von Aufgaben und Funktionen zu übernehmen. Mit Hilfe unterschiedlicher Sensoren wie Kameras oder Mikrofonen wird dabei die Umwelt wahrgenommen. Klassische Anwendungsbeispiele sind das intelligente Haus oder Verkehrsmonitoring. Die einzelnen, üblicherweise leistungsschwachen Sensorknoten sind in großer Anzahl vorhanden und kabellos miteinander verbunden. Generell ließe sich die Kommunikation zwischen den Knoten mit einem einzigen kryptographischen Schlüssel absichern. Wenn allerdings der geheime Schlüssel einem Knoten entnommen werden kann, ist die Sicherheit des gesamten Systems gefährdet. Die Konferenz thematisiert unter anderem, wie Software für Sensorknoten gestaltet werden kann, dass eine sichere Kommunikation möglich ist.

Programm

Vormittagsprogramm:

  • 10.00 Uhr: Einlass / Get together
  • 10.30 Uhr: Begrüßung
  • 10.45 Uhr: Keynote: Sicherheitsherausforderungen ressourcenbeschränkter drahtloser mobiler Systeme
  • Markus Ullmann (BSI)
  • 11.30 Uhr: Keynote: Gefahr aus der Wolke: aktuelle Entwicklungen im Bereich Botnetze Leon Aaron Kaplan (CERT.at)
  • 12.00 Uhr: Keynote: Kleine Sensoren, große Herausforderungen: Effiziente kryp-tographische Implementierungen für eingebettete Geräte Manuel Koschuch (FH Campus Wien)
  • 12.30 Uhr: Mittagspause

Am Nachmittag stehen zwei Themenblöcke in gleichzeitig laufenden Sessions auf dem Programm:

Session I: Technische Aspekte

  • 13.30 Uhr: Secure Software Development für die Cloud Edgar Weippl (SBA Research GmbH)
  • 14.00 Uhr: Mehrparteienberechnungen und Tschebyscheff-Polynome Peter Lory (Universität Regensburg)
  • 14.30 Uhr: Die vergessenen Telefonanlagen - warum es schnell teuer werden kann Sven Brandt (Fraunhofer ESK)
  • 15.00 Uhr: Kaffeepause
  • 15.30 Uhr: Security in WSNs Johann Großschädl (Universität Luxemburg)
  • 16.00 Uhr: Zuverlässige Benutzererkennung auf der Grundlage des Tippverhaltens Florian Dotzler (TM3-Software GmbH)
  • 16.30 Uhr: Digitale Forensik auf sozialen Netzwerken Martin Mulazzani (SBA Research GmbH)
  • 17.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Session II: Wirtschaftliche und Rechtliche Aspekte

  • 13.30 Uhr: Cloud Computing für kleine und mittlere Unternehmen - eine wirtschaftliche Betrachtung Christian Paulus (Paulus & Rechenberg, Mitglied der KCT Systemhausgruppe)
  • 14.00 Uhr: Mobile Security: Sicherer Einsatz von iPhone & Co im Unternehmen Carsten Hoffmann (Symantec GmbH)
  • 14.30 Uhr: IT-Security in virtualisierten Umgebung Markus Siegmeth (Bacher Systems GmbH)
  • 15.00 Uhr: Kaffeepause
  • 15.30 Uhr: Sicherheit aus der Cloud für die Cloud Manuela Rotter / Oliver Lentsch (TREND MICRO Deutschland GmbH)
  • 16.00 Uhr: Datenschutz in der Cloud - Wo liegen eigentlich meine Daten? Ralph Herkenhöner / Hermann De Meer (Universität Passau)
  • 16.30 Uhr: Von der IT Diktatur zur IT Demokratie Vladimir Mlynar (Imtech ICT Austria GmbH)
  • 17.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Von 10.00-17.00 Uhr findet parallel zur Konferenz eine Firmenausstellung statt.

Termin: 26. April 2012
Ort: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Bayrischer IT-Cluster

Im Bayerischen IT-Sicherheitscluster haben sich Unternehmen der IT-Wirtschaft und Unternehmen, die Sicherheitstechnologien nutzen sowie Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und JuristIn-nen zusammengeschlossen. Die offizielle Gründung des Clusters erfolgte im März 2006. Das Bayrische IT-Sicherheitscluster initiiert und fördert Kooperationen, informiert über IT-Sicherheitsrisiken und Lösungen, präsentiert die IT-Sicherheitskompetenz seiner Mitglieder, unterstützt die die Weiterentwicklung der IT-Sicherheitsforschung und -ausbildung und bindet Unternehmensneugründungen in das Netzwerk ein. Die Gliederung des Bayerischen IT-Sicherheitsclusters in die vier thematischen Foren - IT-Security, Datenschutz im Unternehmen, Automotive Safety und Sicherheitstechnik - spiegelt auch die Kompetenzbereiche der Mitglieder wider. Darüber hinaus bestehen Arbeitsgruppen zu verschiedenen aktuellen Themen. www.it-sicherheit-bayern.de

Kompetenzzentrum für IT-Security

Das Kompetenzzentrum für IT-Security ist in die Informatik-Studiengänge der FH Campus Wien eingebunden. Neben der Lehre forscht ein Team im Bereich von Anwendungen wie Risiko- und Schwachstellenanalysen von Angriffspunkten auf IT-Systeme , elektronische Spuren- und Beweissicherung (forensic computing) manipulationssichere IT-Systeme, abhörsichere Datenübertragungssysteme, Verschlüsselungs- und Authentifizierungsverfahren, Schlüssel-Management sowie Kopierschutz-Verfahren. Neben Know-how-Transfer durch F&E-Projekte hat das Kompetenzzentrum auch Consultings für Unternehmen im Portfolio. Gefördert wurde es in den ersten Jahren von der Stadt Wien, MA 27 (heute MA 23). Von den Impulsen profitieren neben den Unternehmen auch Studierende, AbsolventInnen und Lehrende. www.fh-campuswien.ac.at/it-security

FH Campus Wien

Die FH Campus Wien besteht in der heutigen Form seit 2002 und erhielt den Status "Fachhochschule" im Sommer 2004. Mit mehr als 3.800 Studierenden ist die FH Campus Wien die größte FH in Wien und eine der größten Fachhochschulen österreichweit. In den Departments "Applied Life Sciences", "Technik", "Bautechnik", "Gesundheit","Soziales" und "Public Sector" steht den Studierenden ein Angebot an rund 40 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Masterlehrgängen zur Auswahl. Die FH Campus Wien arbeitet insbesondere mit der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zusammen. Die Gesundheits-Studiengänge werden in Kooperation mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) geführt. "Public Management" wurde in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt, "Tax Management" mit dem Bundesministerium für Finanzen entwickelt. www.fh-campuswien.ac.at

Aussender: FH Campus Wien
Ansprechpartner: Mag. Sonja Wallner
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0043 1 606 68 77 -6403
Website: www.fh-campuswien.ac.at

Quelle: www.pressetext.com/news/20120410007
Foto: www.pressetext.com/news/media/20120410007
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