In Karlsruhe entdeckt: Die elektromagnetischen Wellen

125 Jahre elektromagnetische WellenKarlsruhe (pts014/09.12.2013/11:00) - In Karlsruhe sprang der Funke über - heute nutzt die ganze Welt elektromagnetische Wellen, um von unterwegs, zu jeder Zeit und an jedem Ort zu kommunizieren. Ob W-LAN, Mobilfunk, Radio oder Fernsehen: Den grundlegenden physikalischen Effekt, der die drahtlose Datenübertragung ermöglicht, entdeckte ein Erfinder in Karlsruhe. 1886 war es dem Physiker Heinrich Hertz an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe - heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - erstmals gelungen, elektromagnetische Wellen vom Sender zu einem Empfänger zu übertragen.

"In Karlsruhe hat Heinrich Hertz eine für die moderne Kommunikation wegweisende Entdeckung gemacht", sagt Norbert Käthler, Geschäftsführer der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH. "Das zeigt: Karlsruhe war schon damals eine Stadt der Erfinder und Entdecker und ist es auch heute noch, mit ihren neun Hochschulen, 26 Forschungseinrichtungen und über 40.000 Studierenden."

In seinem Experiment nutzte Hertz als Sender eine Kugel-Funkenstrecke in einem schwingenden elektromagnetischen Dipol. Als Empfänger diente ihm ein geschlitzter Drahtring. Immer wenn am Sender ein Überschlag stattfand, waren auch am Empfänger Funken zu beobachten. Der Beweis für die Existenz elektromagnetischer Wellen war geglückt. Am 13. Dezember 1888, vor genau 125 Jahren, veröffentliche Hertz die Abhandlung "Über Strahlen elektrischer Kraft" und gab damit die Ergebnisse seiner Karlsruher Experimente der Weltöffentlichkeit bekannt. In der Abhandlung wies Hertz nach, dass sich Lichtwellen wie elektromagnetische Wellen verhalten und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Damit gilt Hertz als Begründer der Hochfrequenz- und Funktechnik, die von Guglielmo Marconi, Alexander Popow und Ferdinand Braun weiterentwickelt und angewandt wurde.

Zum Jubiläum in diesem Jahr hat das Bundesfinanzministerium eine Zehn-Euro-Gedenkmünze "125 Jahre Strahlen elektrischer Kraft - Heinrich Hertz" mit der Randschrift "Licht ist eine elektrische Erscheinung" herausgegeben. Die von dem Künstler Othmar Kukula gestaltete Münze wird ausschließlich in der staatlichen Münzanstalt Karlsruhe geprägt. Zudem ist ein Sonderpostwertzeichen zum Thema erschienen.

"Heinrich Hertz war sowohl als Theoretiker wie auch als Experimentalphysiker eine außergewöhnliche Persönlichkeit und war dazu im Auftreten höchst bescheiden", erklärt Volker Krebs, emeritierter Professor am KIT und Vorsitzender der Heinrich-Hertz-Gesellschaft. Dem Physiker, der zwischen 1885 und 1889 in Karlsruhe forschte und lehrte, ging es vor allem darum, grundlegende Zusammenhänge zu verstehen. In seiner Arbeit verband er verschiedene Forschungsbereiche. Nach Heinrich Hertz ist auch das Hertz (Hz) als Maßeinheit der Frequenz benannt.

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Quelle: www.pressetext.com/news/20131209014
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