Lohnt sich ein Komposter, oder ist die Biotonne 1. Wahl

BiotonneDeutschland ist unbeschritten das Mutterland der Mülltrennung. In keinem anderen Land auf der Erde wird Abfall so strikt getrennt wie in der Bundesrepublik. Einen großen Anteil am Hausmüll hat der Bioabfall. Fast 50 Prozent des verursachten Mülls deutscher Privathaushalte bestehen aus pflanzlichen Abfällen. Er wird entweder in einer Biotonne oder auf dem eigenen Komposter entsorgt. Viele Haushalte stellen sich die Frage, ob sie wirklich eine Biotonne anmelden müssen oder auch ihren eigenen Kompost sammeln können. Globale Informationen über Komposter gibt es hier.

Städte bevorzugen eigenen Komposter

Die Zahl der gesammelten Bioabfälle durch städtische oder private Abfuhrunternehmen steigt seit vielen Jahren an. Viele Städte und Kommunen legen ihren Einwohnern deshalb nahe, ihren eigenen Kompost zu sammeln. Grundsätzlich ist dazu jeder Haushalt berechtigt, der einen eigenen Garten oder Hinterhof hat. In Baumärkten gibt es verschiedene Modelle, die sich zum Sammeln von pflanzlichen Abfällen eignen. Einen Metallkomposter oder einen Holzkomposter kann man sich platzsparend auf das private Grundstück stellen.

Die Kompostierung hat viele Vorteile, sie ist vor allem sehr kostengünstig. Es wird keine zusätzliche Energie für die Abfuhr des Mülls aufgewendet. Die Kosten für die Anmeldung einer Biotonne müssen ebenfalls nicht aufgebracht werden. In einem Holzkomposter entsteht natürlicher Dünger, der im eigenen Garten verwendet werden kann. Die Verwendung des eigenen Komposts aus dem Metallkomposter schont zudem die Moore, da weniger Torf gewonnen werden muss.

Nachteile der Kompostierung

Privathaushalte, die über die eigenständige Verwertung des Biomülls nachdenken, sollten Fehler bei der Kompostierung verhindern. Fremdstoffe wie Papier und Tetra-Paks stören den natürlichen Verfall ebenso wie Hunde- und Katzenstreu, Asche oder stark behandelte Obst- und Gemüseschalen. Es kann zu einer unangenehmen Geruchsentwicklung kommen, die eventuelle Nachbarn stören könnte.

Bis sich fertiger Kompost gebildet hat, vergehen rund zehn Monate. Es muss ausreichend Platz vorhanden sein, dass der gesamte Biomüll für diese Zeit gesammelt werden kann. In größeren Haushalten kann es daher zu Platzproblemen kommen, wenn kompakte Holzkomposter oder Metallkomposter aus dem Fachhandel verwendet werden.

Foto: Biotonne ©Hamann