TGM E-Motorrad im Technischen Museum Wien

Gabriele Zuna-Kratky und Karl ReischerWien (pts005/17.09.2014/08:00) - Junge österreichische Ingenieurskunst wird verewigt: Das Elektromotorrad des TGM, das bei der Isle of Man Tourist Trophy 2012 einen vierten Platz erreichte, kommt ins Technische Museum Wien. TGM-Direktor Karl Reischer übergab das historische Einzelstück am 16. September an Museumsdirektorin Gabriele Zuna-Kratky. Besucher können das Renn-Bike ab Ende November in der Ausstellung "Mobilität" bewundern. Das Elektromotorrad zählt zu den stärksten, die damals in Europa gebaut wurden, und bewies seine Fähigkeiten bei internationalen Straßenrennen.

Der Clou: Das Bike stammt weder von einem namhaften Hersteller noch von einem berühmten Rennstall, sondern wurde am TGM gefertigt, der größten Wiener HTL. Lehrer, Schüler und Experten der Versuchsanstalt arbeiteten gemeinsam an der Konstruktion. Bis auf die Räder wurden praktisch sämtliche Teile am TGM selbst entwickelt und in Handarbeit erzeugt.

"Mit unserer neuen Dauerausstellung wollen wir zeigen, dass Mobilität uns alle angeht. Das TGM E-Motorrad ist ein Beispiel für eine gemeinsame, erfolgreiche Arbeit zwischen SchülerInnen, LehrerInnen und ExpertInnen an einer zukunftsweisenden Technik. Wir freuen uns sehr, diese spannende Geschichte in Zukunft in unserer neuen Ausstellung präsentieren zu können", erklärte Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museum Wien.

Erfindergeist

Während Elektro-Autos schon seit Jahren vom Fließband laufen, durchleben die Elektromotorräder noch ihre Pionierzeiten. Man kann nicht einfach ein Benzin-Bike auf Akku umrüsten - der Elektro-Antrieb erfordert eine komplett neue Bauweise. Hier sind Forschung und Erfindergeist gefragt. Deshalb begann das TGM schon vor sechs Jahren, selbst an einem schnellen, starken Elektromotorrad zu arbeiten.

"Ein echtes Elektro-Motorrad zu bauen, das begeisterte die ganze Schule", schildert TGM-Direktor Karl Reischer. "Wir sind stolz darauf, dass unser Modell internationale Anerkennung gefunden hat. Die technischen Ansätze geben den Herstellern weltweit neue Impulse."

Erste Härtetests bestand das österreichische Elektromotorrad 2009 und 2010 bei der Isle of Man Tourist Trophy, dem schwierigsten Straßenrennen der Welt. Weiterentwickelt und verbessert ging das Modell dann 2012 bei der TT Zero, dem Rennen für Null-Emissions-Motorräder, neuerlich an den Start und erzielte Platz 4. Es gewann sogar zweimal den "University Prize", der für das schnellste Modell einer Universität vergeben wird - obwohl das TGM ja keine Universität ist, sondern eine Höhere Technische Schule.

Ausstellung zu Mobilität

"Die Herausforderung für ein Elektromotorrad besteht darin, aus einem kleinen, leichten Akku genug Tempo oder genug Reichweite herauszuholen, wenn möglich beides", betont Peter Herzog, Leiter des TGM Racing-Teams. "Die Strecke auf der Isle of Man führt über längere Zeit bergauf und bergab und stellt damit einen realistischen Härtetest dar. Viele Fahrer kommen gar nicht ins Ziel, weil ihren Elektromotorrädern unterwegs der Saft ausgeht oder eine Panne passiert."

Das Technische Museum Wien zeigt das Elektromotorrad im Rahmen der Ausstellung "Mobilität", die Ende November 2014 eröffnet. Mit neuen Fragen, überraschenden Blickwinkeln und attraktiven Objekten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentiert die neue Dauerausstellung das vielschichtige Thema Mobilität. Die international einzigartige Sammlung von historischen Verkehrsobjekten - Automobile, Motorräder und Fahrräder, aber auch Luftschiffe und Hubschrauber - wird in Verbindung mit aktuellen Fahrzeugen und Entwicklungen präsentiert. Und dem Elektromotorrad des TGM.

Über das TGM
TGM - Die Schule der Technik - ist mit rund 2.500 Schülern und 310 Lehrern die größte HTL Wiens und eine der ältesten Österreichs. Die Versuchsanstalt des TGM übernimmt Forschungsprojekte und Prüfaufgaben im Auftrag der Wirtschaft und arbeitet an innovativen Entwicklungen mit. Die Ausbildungen umfassen Elektronik und Technische Informatik, Elektrotechnik, IT, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieur und Kunststofftechnik sowie - seit 2010 - die neue Richtung Biomedizin- und Gesundheitstechnik. Absolventen sind im Verband der Technologinnen und Technologen weltweit vernetzt. www.tgm.ac.at

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Quelle: www.pressetext.com/news/20140917005
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Fotohinweis: Gabriele Zuna-Kratky und Karl Reischer