Unternehmensdaten in der Cloud: Informationen jederzeit verfügbar machen

server farm 705448Daten zählen heutzutage mit zu den wichtigsten Gütern eines Unternehmens. Je weiter die Entwicklung von der Industrie- zur Informationsgesellschaft geht, desto wichtiger wird deren jederzeitige Verfügbarkeit. Auf einzelnen Rechnern abgelegte Dateien sind deutlich weniger nutzbar und dadurch auch weniger nützlich als solche, die jederzeit von überall aus erreichbar sind. Deshalb erfreuen sich Cloud-Lösungen nicht nur im privaten, sondern gerade auch im wirtschaftlichen Bereich großer Beliebtheit.

Worum genau geht es bei Cloudservices?

Auch wenn Clouds eine immer wichtigere Rolle spielen, ergeben sich hinsichtlich ihrer Funktionsweise oftmals weiterhin Fragen. Im Grunde handelt es sich dabei um ein externes Rechensystem, auf das von verschiedenen Plattformen aus zugegriffen werden kann. Dabei geht es nicht nur um die Speicherung von Informationen in einer zentralen Datenbank, sondern beispielsweise auch um bestimmte Computerprogramme auf die innerhalb der Cloud vom Laptop, Tablet oder Smartphone zurückgegriffen werden kann. Gerade bei kleineren mobilen Geräten lässt sich auf diese Weise viel Speicherplatz einsparen. Außerdem sorgt die geringere Anzahl von direkt auf dem Gerät laufenden Programmen oftmals für eine deutlich verbesserte Performance im Sinne der Geschwindigkeit der Datenverarbeitung.

Die verschiedenen Arten von Clouds

Neben der Unterscheidung zwischen reinen Datenbanken und Clouds, über die auf bestimmte Software zurückgegriffen werden kann, wird vor allem zwischen Public Clouds und Private Clouds unterschieden. Denn da der Zugriff möglichst von jedem Gerät möglich sein soll, kann ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen auch tatsächlich von jedem Gerät auf jede offene Public Cloud Zugriff genommen werden. Bei der Nutzung von Clouds im wirtschaftlichen Bereich innerhalb von Unternehmen, Behörden oder anderen Organisationen handelt es sich dagegen so gut wie immer um Private Clouds, die bestimmten Zugriffsbeschränkungen unterliegen. Diese lassen sich heutzutage technisch leicht realisieren, etwa durch die Nutzung von Verschlüsselungen. Auf diese Weise kann eine Nutzung der Daten und Programme der Cloud nur durch entsprechend berechtigte User erfolgen.

Für welche Firmen sind Clouds von besonderem Interesse?

Hinsichtlich der Vorteile von Clouds für einzelne Unternehmen kommt es weniger auf deren Branche an als darauf, wie diese aufgestellt sind. Tendenziell lässt sich sagen, dass Clouds umso mehr Sinn machen je dezentraler die Arbeit organisiert ist. Gerade Firmen mit einem hohen Anteil von Arbeitnehmern im Außendienst profitieren in besonderer Weise von Clouds. Denn zum einen haben die im Außendienst tätigen Mitarbeiter so ständigen Zugriff auf aktuelle Daten und zum anderen haben diese die Möglichkeit ihrerseits aktuelle Informationen in die Cloud von unterwegs aus einzupflegen. Ähnlich verhält es sich für Unternehmen, bei denen ein Großteil der Arbeitskräfte ganz oder teilweise im Home-Office Bereich tätig ist. Dabei kommt es hinsichtlich der Architektur für die einzelne Cloud entscheidend darauf an, wie die jeweilige Firma strukturiert ist. Wenn etwa ein Großteil der anfallenden Tätigkeiten durch Freelancer erledigt wird, macht es Sinn, auch diesen einen Zugriff auf die Unternehmens-Cloud einzurichten. Umgekehrt können sich in dieser auch Informationen befinden, die für nicht zur Firma gehörende Kräfte nicht bestimmt sind. Insofern kommt es nicht zuletzt auch auf eine vernünftige Unterteilung der Cloud nach Sachgebieten, Zuständigkeiten und Zugriffsrechten an.

Nicht einfach nur eine Datenbank anlegen

Aus diesen Gründen genügt es auch nicht, einfach nur auf einem zentralen Server eine Datenbank einzurichten und mit einem Passwort zu schützen. Vielmehr kommt es darauf an, den Bedarf im Unternehmen zunächst zu ermitteln und sich im nächsten Schritt anhand dieses Bedarfs an die Planung der firmeneigenen Cloud zu machen. Hierzu stehen grundsätzlich zwei Wege zur Verfügung: Die eine ist die Nutzung von externen Cloud-Lösungen wie etwa Microsoft Azure, IBM Cloud oder Amazon Web Services. Hierbei lassen sich bestimmte Anpassungen vornehmen und entsprechend auch sehr gut an die eigenen Bedürfnisse skalieren. Wenn es allerdings darum geht, die Cloud genau den Bedürfnissen des eigenen Unternehmens anzupassen, macht es in aller Regel mehr Sinn, eine eigene Softwarelösung konzipieren zu lassen. Spezielle Anbieter von Servern und Cloud-Software helfen dabei die entsprechende Technik im Unternehmen einzuführen. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch, dass die wirklich wichtigen und sensiblen Unternehmensdaten in der eigenen Cloud vor dem illegalen Zugriff von Dritten und Fremdunternehmen deutlich besser geschützt sind. Dies trägt besonders in Deutschland dazu bei, den gesetzlichen Datenschutzvorgaben gerecht zu werden.

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