Fresach will Europäisches Toleranzzentrum werden

Denk.Raum.FresachKlagenfurt (pts017/22.01.2015/16:30) - Vertreter von Politik und Wirtschaft haben am Donnerstag in Klagenfurt den neugegründeten Denk.Raum.Fresach - Verein für Toleranz und Integration in Europa vorgestellt. Der Verein wird am 22./23. Mai die ersten Europäischen Toleranzgespräche in dem kleinen Bergdorf organisieren, Europaparlamentspräsident Martin Schulz hat bereits sein Kommen zugesagt. Der Präsident des Programm-Kuratoriums, Hannes Swoboda, sagte bei der Vorstellung: "Fresach gibt aufgrund seiner geografischen Lage und Geschichte einen hervorragenden Hintergrund für die Auseinandersetzung mit der Vielfältigkeit unserer europäischen Gesellschaften. Fresach hat die einmalige Chance, in der spannenden Region Kärnten, Slowenien und Friaul, lokale und regionale Eigenheiten mit dem europäischen Einigungsgedanken zu verknüpfen."

An der Präsentation des Denk.Raum.Fresach (DRF) nahmen Landtagspräsident Reinhart Rohr, IV-Geschäftsführerin Claudia Mischensky, Universitätsrektor Oliver Vitouch, PEN Austria-Präsident Helmuth A. Niederle, der evang. Superintendent Manfred Sauer und Sebastian Schuschnig in Vertretung für LR Christian Benger teil. Landtagspräsident Rohr verwies auf die große Chance für Fresach, zum Zentrum des Dialogs und weit über die Landesgrenzen hinaus zum Europäischen Kristallisationspunkt zu werden. Superintendent Sauer ergänzte, gerade auch im Hinblick auf die jüngsten schrecklichen Erfahrungen mit religiös motiviertem Terror seien alle herausgefordert, Ursachenforschung zu betreiben und mögliche neue Modelle der Koexistenz zu entwickeln.

Die ersten Europäischen Toleranzgespräche im Mai werden dem Thema "Wie weit geht Toleranz? Aufgaben von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft" gewidmet sein. Die Stadt Villach hat dafür bereits finanzielle Unterstützung zugesagt. Universitätsrektor Vitouch betonte, die Toleranzgespräche könnten einen sehr konkreten und fassbaren Beitrag für eine offene, pluralistische und angstfreie Zukunft leisten. Der interdisziplinäre Ansatz der Fresacher Gespräche mit TeilnehmerInnen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik könne zu neuen und erfolgreichen Denkanstößen in Sachen Dialog und Integration in Kärnten führen und zu einem regionalen Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft werden: "Kärntner Mut zur Offenheit als Vorbild für Österreich und Europa."

Lehren aus der Geschichte für die Zukunft

Die Kärntner Gemeinde Fresach ist für die Organisatoren ein idealer Ort für den europäischen Dialog über Toleranz, Integration und Menschenrechte. Hier kämpfte die ansässige Bevölkerung über Jahrhunderte um Religionsfreiheit und Selbstbestimmung, ein Bethaus aus dem Jahre 1784 und das neue Evangelische Museum geben davon Zeugnis. In Zukunft will man hier dialogorientierte Ansätze zur Überwindung von Konflikten entwickeln, sagte die Geschäftsführerin des Museums, Hilde Schaumberger. Und die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Kärnten, Claudia Mischensky, ergänzte unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse in Paris: "Einen besseren Zeitpunkt zum Start des Denk.Raum.Fresach hätte man gar nicht finden können."

Fresach kann auf gute Tradition verweisen: Von 1972 bis 1993, bis zum Fall des eisernen Vorhangs, trafen sich in der kleinen Gemeinde internationale Schriftsteller, um Auswege aus dem Ost-West-Konflikt zu diskutieren. Der Denk.Raum.Fresach setzt diese Tradition fort und verknüpft den wieder dringlichen Ost-West-Dialog (mit Russland und China) mit dem dringlicher werdenden Nord-Süd-Dialog (Afrika, Islam). Die Finanzierung der ersten Europäischen Toleranzgespräche 2015 soll überwiegend aus privaten Mitgliedschaften und Firmenpartnerschaften erfolgen, über öffentliche Unterstützung wie von seiten des Villacher Bürgermeisters Helmut Manzenreiter wird noch verhandelt. Eintrittstickets kosten 50 Euro, für Ortsansässige und Studenten 25 Euro. Anmeldungen, Mitgliedschaften und Sponsorings sind über die Webseite www.fresach.org möglich.

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Quelle: www.pressetext.com/news/20150122017
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