Raumfahrtunternehmen unter Preisdruck

Die Raumfahrt wird zunehmend privatisiert. Insbesondere die USA treiben diese Entwicklung voran. Die NASA setzt sogar darauf, künftig Astronauten von Boeing und SpaceX zumindest zur ISS zur transportieren. Bereits länger sind verschiedene Unternehmen aktiv, wenn es darum geht, Satelliten, etwa für Kommunikationsdienstleister, aber auch das Militär, in den Erdorbit zu befördern.

Neben der Zuverlässigkeit ist bei der Wahl des Unternehmens auch bei der Raumfahrt zunehmend der Preis entscheidend. Unsere Grafik zeigt, wie hoch die Kosten bei ausgewählten Raketen für einen Flug in die geostationäre Umlaufbahn pro Tonne Nutzlast sind. Die Falcon 9 des US-Konzerns SpaceX kann dabei einen vergleichsweise niedrigen Preis erzielen. Derzeit arbeitet das Unternehmen des Paypal- und Tesla-Gründers Elon Musk sogar daran, die Raketen kontrolliert landen zu lassen, um sie wiederverwenden zu können und so weitere Kosten einzusparen. Zudem wird eine schwerere Variante (Falcon Heavy) entwickelt.

Für die Delta IV gibt es bereits eine solche „Heavy“-Variante, die jüngst sogar das neue NASA-Vehikel „Orion“ bis auf die etwa 15-Fache Höhe des ISS-Orbits brachte. Die Delta IV wird von der United Launch Alliance betrieben, einen Zusammenschluss von Lockheed Martin und Boeing, die noch viele andere Trägerrakten im Repertoire hat.

Die Grafik zeigt den Startpreis für verschiedene Raketen in die geostationäre Umlaufbahn pro Tonne Nutzlast (in Millionen US-Dollar)

Infografik: Raumfahrtunternehmen unter Preisdruck | Statista

Quelle: de.statista.com