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 22 Mai 2012

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Elektronik-Konsumgütermarkt zeigt im 1. Halbjahr 2011 Stabilität

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Wien (pts012/09.09.2011/11:10) - "Wir sind mit dem 1. Halbjahr 2011 insgesamt zufrieden, allerdings ist die Entwicklung in den einzelnen Technologiesegmenten sehr unterschiedlich", so fasst Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. im Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie die Entwicklung der im FEEI vertretenen Konsumgüterbranchen Consumer Electronics, DVB, Elektrokleingeräte und Hausgeräte anlässlich der Pressegesprächs im Vorfeld der FUTURA 2011 zusammen. Während Elektroklein- und Hausgeräte mit knapp über 2% ein moderates Wachstum im 1. Halbjahr 2011 verzeichneten, gingen die Umsätze bei Consumer Electronics und SAT-Receivern um 9% bzw. 16% zurück. "Vor allem bei Fernsehern und Receivern beeinflussten die Fußball-WM 2010 und die RTR-Förderaktion die Umsätze im ersten Halbjahr 2010 außertourlich. Diese Märkte mussten sich daher 2011 wieder etwas einpendeln", erklärt Müllner die Rückgänge.

Der FEEI-Geschäftsführer-Stv. ist für die zukünftige Entwicklung trotzdem sehr zuversichtlich: "In allen Bereichen kommen neue Produktgenerationen auf den Markt. Von Smart Grid-Konzepten für Haushaltsgeräte über Smart TV und HbbTV bis zu neuen Elektrokleingeräten sorgen Innovationen dafür, dass die Branchen auch in Zukunft weiter wachsen werden". Fortgesetzt werden auch die Initiativen der Brancheforen für den Handel und Konsumenten. Bereits seit dem Frühjahr läuft die Aktion "Die wunderbare Welt der Elektrokleingeräte", bei der Kunden den Kaufpreis zurückgewinnen können.

Elektrokleingeräte: Die wunderbare Welt der Elektrokleingeräte

Seit Jahren zuverlässige Umsatzbringer, waren die Elektrokleingeräte auch im ersten Halbjahr 2011 mit einem Plus von 2,5% das am stärksten wachsende Segment der Konsumgüterbranchen im FEEI. Stärkster Bereich bleiben einmal mehr die Espressomaschinen. Im ersten Halbjahr wurden um 24.000 Stück (+19%) mehr verkauft, als noch im Vorjahr, umsatzmäßig sind das nochmals plus 2%. "Österreich wird mit dieser neuerlichen Steigerung einmal mehr seinem Ruf als Kaffeeland gerecht. Aber auch Körperpflege (+5%), Küchen- (+2%) und Haushaltsgeräte (+1,5%) verzeichneten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres tolle Absatzzahlen", bilanziert Thomas Poletin, Sprecher des Elektrokleingeräteforum, zufrieden.

Innerhalb der einzelnen Produktgruppen gab es von Jänner bis Juni 2011 eindeutige Top-Seller. Bartschneider +27%, Haarschneidegeräte +20% und Herrenrasierer mit +10% wertmäßig lassen den klaren Trend zum Styling bei Männern erkennen. Im Haushaltsbereich waren die Staub- und Allessauger mit 3% wertmäßigem Wachstum die Treiber. Dass man wieder gerne mehr Zeit in der Küche verbringt und die Rezepte der TV-Kochprofis zum Nachkochen animieren, zeigt sich unter anderem bei den Top-Steigerungen im Küchengerätebereich: +43% bei Universalzerkleinern +15% bei Fritiergeräten und +17% wertmäßig bei den Standmixern. Nach Meinung von Poletin ist die hohe Innovationskraft dieser Hersteller der Schlüssel für das seit Jahren kontinuierliche Wachstum. Die Innovationszyklen betragen maximal drei Jahre und trotz zusätzlicher Features werden die Produkte in der Anwendung immer effizienter.

Elektrokleingeräte zum Nulltarif

Um diese Trends auch weiter voranzutreiben haben sich die Mitglieder des Kleingeräte-Forums mit kräftiger Unterstützung des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie dazu entschlossen die erfolgreichen Marketingkampagnen der letzten Jahre weiterzuführen. Seit April läuft die Aktion "Die wunderbare Welt der Elektrokleingeräte", bei der Kunden den Preis für ihr gekauftes Gerät zurückgewinnen können. Nach den Bereichen Körperpflege und Haushalt startet im Oktober die dritte Gewinnspielwelle mit "Küche und Kaffee". "Mit der der Website www.lifestyle-im-haushalt.at, über die die Aktion abgewickelt wird, und dank der tatkräftigen POS-Unterstützung in den Geschäften der Kooperationen ElectronicPartner, Expert und RedZac trägt diese Maßnahme wesentlich dazu bei, dass sich die Konsumenten noch besser über die neuesten Innovationen, die Produktvielfalt und -qualität in diesem Segment informieren können", erklärt Poletin abschließend.

Hausgeräte: Wachstumskurs aber Bremse für Energieeffizienz

"Ein Plus von 2% in den ersten sechs Monaten 2011 bei einem Marktvolumen pro Jahr von rund 790 Millionen Euro sowie stabile Verkaufspreise trotz gestiegener Rohstoffkosten und Inflation. Dabei werden 97% aller Elektrogroßgeräte im stationären Handel verkauft, 3% im Internet", lautet die Bilanz von Josef Vanicek, Obmann des Forum Hausgeräte. Teils deutlich steigende Umsätze verzeichneten Geschirrspüler (+4%), Kühlgeräte (+6%), Herde/Backöfen (+2%), Kochfelder (+5%), Dunstabzugshauben (+4%) und vor allem Dampfgarer (+ 32%). Weniger erfreulich war die Entwicklung bei Waschmaschinen (-3%) und Wäschetrocknern (-10%). "In diesen beiden Produktgruppen ist in den Monaten Mai und Juni 2011 der Markt im Vergleich zum Vorjahr stark eingebrochen. Grund dafür ist der Wegfall der UFH Trennungsprämie, die noch im Frühjahr 2010 über 30.000 Mal für den Kauf von energieeffizienten Waschmaschinen und Wäschetrockner ausbezahlt wurde", erklärt der Branchensprecher die Rückgänge.

In diesem Zusammenhang kritisierte Vanicek neuerlich die "Enteignung" der Kühlschrankpickerlgelder durch die Republik: "Wir haben in 2 Jahren 8 Millionen Euro an die Konsumenten in Form von Trennungsprämien rückgeführt. Allein bei den ersten beiden Aktionen wurden mehr als 60.000 energiefressende Geräte eingetauscht. Durch die quasi Verstaatlichung, sind unserer Meinung nach die UFH-Gelder für die Konsumenten verloren, da sie in die Budgets verschiedener Ressorts einfließen werden." Die Marktdurchdringung von energieeffizienten Geräten wird laut Vanicek durch solche Kunstgriffe eindeutig gebremst.

Die Zukunft wird "smart"

Ungeachtet dieser unerfreulichen Vorkommnisse, setzt sich bei der Produktentwicklung der Trend zu immer effizienteren Haushaltsgeräten auch im Jahr 2011 weiter fort. Besonders energiesparende Kühl- und Gefriergeräte werden seit 2011 mit der Klasse A+++ bewertet, im Vergleich zu Geräten der Klasse A benötigen sie rund 60% weniger Energie. In Zukunft werden weitere Effizienzkonzepte die intelligente Energienutzung vorantreiben.So wird z.B.diese Form der Energienutzung auf Basis sogenannter "Smart Grids" weiter ausgebaut werden. Die schlauen "Smart Grid-Geräte" reagieren dann auf Netzkapazitäten und schalten sich zu Zeiten mit möglichst günstigen Stromtarifen ein. Dies macht vor allem bei Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspülern Sinn. Dafür nötig ist allerdings auch das Angebot entsprechend variabler Stromtarife durch die Energieversorger. Themen wie diese, aber auch Tipps und Tricks zum Energiesparen und Informationen zum richtigen Gebrauch von Elektrogroßgeräten werden auf der vom Forum Hausgeräte betriebenen Website www.bewusst-haushalten.at angeboten, die von von Konsumenten rege als Informationsplattform genutzt wird.

DVB-Receiver: Österreichischer Markt zeigt sich stark

Das erste Halbjahr 2011 war für die Hersteller und Importeure von DVB-Receivern (SAT, DVB-T, Kabel-Receiver) nicht zufriedenstellend. Im Vergleich zum Vorjahr waren die Stückzahlen der verkauften Geräte um 9%, der Umsatz um knapp 16% niedriger. Ausschlaggebend für diesen Trend waren die schwachen Absatzzahlen bei SD-SAT-Receivern (Standard Receiver ohne HDTV). Die rückläufigen Stückzahlen in diesem Segment konnten vom Wachstum (+22%) bei HDTV-Receivern nicht kompensiert werden. "Ein gutes Ergebnis sieht anders aus, aber das Niveau von 2010 war für uns auch schwer zu halten. Im Vergleichszeitraum 2010 führte die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) eine Förderaktion für DVB-C Receiver (digitale Kabel-TV-Receiver) durch und natürlich bescherte auch uns die Fußball WM 2010 ein deutliches Absatzplus", fasst Branchensprecher Christian Koller die Entwicklungen in den letzten Monaten zusammen. Insgesamt ist der österreichische Markt mit 214.000 verkauften DVB-Receivern im ersten Halbjahr 2011 aber immer noch sehr stark, bis Ende 2011 rechnet Koller mit mehr als 500.000 verkauften Geräten.


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