24 Stunden Betreuung

BHSB fordert: Pflegereform noch in diesem Jahr!

Berlin (pts016/11.04.2014/14:00) – Der BHSB unterstützt ausdrücklich die Online-Petition 50389 für eine schnelle und umfassende Pflegereform, die der Sozialverband VdK gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft beim Deutschen Bundestag eingereicht hat.

„Die Reform ist längst überfällig, da sind wir uns alle einig“, bekräftigt BHSB-Vorsitzende Alexandra Herzog. Aber die Politik verkenne offenbar deren Dringlichkeit, wenn laut Presseberichten (von heute) ab 2015 zwar Leistungsverbesserungen vorgesehen sind, aber die dringend notwendige Neureglung des Pflegebegriffs weiter vertagt werden soll: „Solange nichts passiert, werden so gut wie alle Familien mit betreuungsbedürftigen Angehörigen vollkommen allein gelassen mit der Organisation und Finanzierung einer häuslichen Hilfe.“

Michael Gomola, Vorstand BHSB (© Werner Tigges)

Verschärfung im Entsenderecht drängt Arbeitskräfte in die Schwarzarbeit

Berlin (pts018/04.03.2013/15:30) – Wegen der bevorstehenden Verabschiedung einer EU-Richtlinie warnt der Bundesverband Haushaltshilfe und SeniorenBetreuung e.V. (BHSB – www.bhsb.de ) davor, deutsche Familien und osteuropäische BetreuerInnen zu diskriminieren. Das könnte leicht passieren, wenn die Europäische Kommission am 20. März über den Änderungsvorschlag zur Richtlinie 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Dienstleistungserbringung abstimmt. Was nur wenige wissen: Die geplante Neuregelung wird die Entsendung von osteuropäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besonders für kleine und mittelständische Unternehmen praktisch unmöglich machen.

Werner Tigges, 1. Vorsitzender des BHSB e.V. (c) BHSB

Pflege: Flucht ins Ausland als Lösung?

Berlin (pts013/05.12.2012/10:20) – Der Bundesverband Haushaltshilfe und SeniorenBetreuung e.V. (BHSB e.V.) bemängelt fehlende Konzepte zur Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den eigenen vier Wänden. Im Folgenden nimmt der BHSB Stellung zur aktuellen Situation der Pflege in Deutschland.

In ihrem aktuellen Report „Pflege 2030“ konstatiert die Bertelsmann Stiftung eine mehr als bedrohliche Pflegesituation im zukünftigen Deutschland: Erstellt wurde ein Atlas, der die Auswirkungen der steigenden Zahl Pflegebedürftiger auf 402 Kommunen verteilt darstellt und ausweist, in welchen Landstrichen Deutschlands der proportional steigende Fachkräftemangel am stärksten deutlich werden wird.

Nach dieser Studie werden 2030 insgesamt 489.783 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen. In manchen Regionen werden die Betroffenen diesen Mangel mehr spüren als in anderen: So werden in Hamburg weit über 3.000 Kräfte fehlen ebenso wie in Berlin, im bayrischen Coburg und Bamberg werden es weit unter 600 sein. Besonders stark wird es der Studie nach Deutschlands Osten treffen: Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden ebenso unter dem Fachkräftemangel leiden wie Sachsen.

Überschüsse der Sozialversicherung überschatten prekäre Situation in der Pflege

Berlin (pts011/12.11.2012/10:15) – Stellungnahme des Bundesverbandes Haushaltshilfe und SeniorenBetreuung e.V. (BHSB e.V.)

Die Deutschen frohlocken: Auf über 20 Milliarden Euro belaufen sich die Überschüsse der Krankenkassen. Nach zahlreichen Diskussionen über die Verwendung dieser immensen Reserven vermeldeten einige wenige Krankenkassen eine teilweise Ausschüttung an ihre Versicherten, andere möchten die Überschüsse für den Ausbau weiterer Leistungen verwenden. Selbst die Praxisgebühr wird zum 1. Januar 2013 abgeschafft.

Gewalt in der häuslichen Pflege: Tabu mit explosivem Potenzial

Berlin/Paderborn (pts009/04.10.2012/10:55) – Der Bundesverband Haushaltshilfe und SeniorenBetreuung e.V. (BHSB) (www.bhsb.de ) ist ein Zusammenschluss von Agenturen zur 24-Stunden-Betreuung mit dem Ziel, mehr Sicherheit für alle Beteilgten zu schaffen und langfristig Pflegefamilien sowie osteuropäische Betreuer davon zu überzeugen, dass nur durch die Vermittlung einer seriösen Agentur diese Sicherheit gewährleistet werden kann. In der folgenden Stellungnahme kritisiert der BHSB die Tabuisierung von Gewalt in der häuslichen Pflege in Deutschland.

Häusliche Pflege (Foto: Werner Tigges, 24stundenbetreut.com)

Familie für Dokumentarfilm über häusliche Pflege gesucht

Paderborn (pts020/18.06.2012/15:00) – Die Filmemacherin Christiane Büchner sucht nach einer Familie, die Pflegebedarf hat, sich durch eine polnische Haushaltshilfe unterstützen lassen möchte und sich dabei filmisch begleiten lassen will. Die TV-Dokumentation wird den Titel „Family Business“ tragen.

Ein Vorbild: Sophie Rosentreter. Sie hat das private Problem ihrer Familie öffentlich gemacht, die Demenzerkrankung ihrer Großmutter Ilse und die Firma „Ilses weite Welt“ gegründet, um anderen Familien Mut zu machen.

Altern in Würde? Oft eine Illusion!

Paderborn (pts024/10.05.2012/11:30) – „Nach wie vor herrschen in Alten- und Pflegeheimen Bedingungen, die mit einem Altern in Würde nichts mehr zu tun haben“, erklärt der Diplom-Sozialpädagoge und Pflege-Experte Werner Tigges. Der Inhaber der Firmen GKT Serwis und Care Work, die Pflegekräfte und Haushaltshilfen vermitteln, kritisiert: „Alte und kranke Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen können, werden auf eine Weise vernachlässigt, die mit einem Sozialstaat nicht vereinbar sein dürften.“ Alternativen seien gefragt. Die gibt es laut Tigges bereits. Im Folgenden benennt er die Mängel und zeigt neue Möglichkeiten auf. Er plädiert für Pflegekräfte, die Bedürftige rund um die Uhr betreuen.

24-Stunden-Betreuung, Spaziergang (Foto: Werner Tigges)

Familien im Ausnahmezustand gesucht

Paderborn (pts028/18.04.2012/15:15) – Für einen Dokumentarfilm von ARTE und MDR werden derzeit Familien gesucht, die für die Betreuung der Großeltern eine Haushaltshilfe aus Osteuropa beschäftigen möchten.

Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen Dokumentarfilms der Kölner Filmemacherin Christiane Büchner („pereSTROIKA – umBau einer Wohnung“), der zur Zeit für den Mitteldeutschen Rundfunk und ARTE entsteht. Christiane Büchner sucht für Ihren Film eine Familie, in deren Leben gerade Gewitterwolken aufziehen: Kinder, Arbeit und nun wird auch noch die Großmutter immer gebrechlicher. Wie soll man das alles unter einen Hut bekommen?