Rekommunalisierung der Energienetze: Gefahr für die öffentlichen Haushalte

Hamburg (pts010/29.07.2013/11:30) - Die öffentliche Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung in den größten deutschen Städten kommt in die heiße Phase. So belegen die in Hamburg und Berlin gesammelten Unterschriften von Bürgerinitiativen, dass viele Menschen hohe Erwartungen an eine Übernahme der Netze haben oder möglichweise schlicht ihr Misstrauen gegenüber den großen Netzbetreibern zum Ausdruck bringen wollen. Jedoch sind viele Limitierungen der Rekommunalisierung insbesondere in Bezug auf den öffentlichen Haushalt, die Förderung regenerativer Energien und die Preisgestaltung nach Einschätzung von PUTZ & PARTNER in der Öffentlichkeit noch nicht ausreichend bekannt, da die Rahmenbedingungen der Energieversorgung komplex sind.

"Die vollständige Übernahme der Energieinfrastruktur durch die Städte und Kommunen wird für die Bürger weder zu niedrigeren Strompreisen noch zu einer schnelleren Umsetzung der Energiewende führen. Gleichzeitig würde jedoch eine erhebliche Risikoposition aufgebaut werden, die die Haushalte im Laufe der nächsten 20 Jahre jederzeit negativ belasten könne", sagt Stephan Gamm, Energieexperte von PUTZ & PARTNER.

Eine Grundlagenanalyse der Netzrückführung durch die Unternehmensberatung zeigt, dass neun von zehn der populärsten Ziele einer Rekommunalisierung aus rechtlichen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht zu erreichen sind. So wird die Versorgung weder ökologischer noch sicherer oder effizienter als bisher. Auch das Ziel, über den Weg der kommunalen Versorgung künftig den Wettbewerb zu steigern, ist auf diesem Wege nicht zu erreichen. Besonders schwerwiegend ist die Hoffnung, mit dem Kauf von Netzen die Haushalte nachhaltig positiv zu entlasten. PUTZ & PARTNER sieht ihre jüngste Studie vom April 2013 bestätigt. Die aktuellen kontroversen Diskussionen in Hamburg und Berlin zur Höhe der möglichen Netzrückkaufpreise in Verbindung mit den erforderlichen Investitionen sind Belege für die zu erwartenden hohen finanziellen Risiken.

"Gerade der hohe und nur schwer kalkulierbare finanzielle Aufwand kann jederzeit zu einer zusätzlichen Belastung der Haushalte führen. Eine vollständige Netzübernahme wäre somit ein riskantes Experiment, dessen Kosten die Bürger zusätzlich zu schultern hätten. Statt das volle unternehmerische Risiko zu übernehmen, wäre es für die Städte und Kommunen viel erstrebenswerter, die Möglichkeiten von Minderheitsbeteiligungen zu prüfen und sich so neben den Einnahmen aus der Konzessionsabgabe eine zusätzliche garantierte und risikolose Dividende zu sichern", so Gamm.

Über die PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG
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Quelle: www.pressetext.com/news/20130729010