Europäisches Projekt Patient Blood Management (EU-PBM) gestartet

Wien (pts009/21.03.2014/10:50) - Definition und Gründe für Patient Blood Management: Patient Blood Management (PBM) ist ein multidisziplinäres Konzept zur Erhöhung der Patientensicherheit durch 1. konsequente Vermeidung bzw. Behandlung von Anämie, 2. Minimierung des Blutverlusts und 3. Optimierung der physiologischen Reserven bei Anämie. Studien haben gezeigt, dass diese umfassende Strategie den Einsatz von Fremdblutprodukten und deren negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Patienten deutlich verringert. Darüber hinaus führt PBM erwiesenermaßen zu Kosteneinsparungen für das Gesundheitssystem.

Die Hauptziele des Projekts

  1. Untersuchung und Mapping des Einsatzes von Blutprodukten in verschiedenen medizinischen Fachgebieten,
  2. Ermittlung und Beschreibung regionaler und nationaler Unterschiede beim Einsatz von Blutprodukten und PBM-Strategien,
  3. Identifizierung von Good Practices für PBM,
  4. Entwicklung einer EU-Leitlinie für Good Practices im Bereich PBM. Die Leitlinie adressiert medizinische Fachkräfte und soll in unterschiedlichen klinischen Umgebungen einsetzbar sein sowie eine Bewertung mittels Schlüsselindikatoren ermöglichen.

Leiter des Projektteams ist Prof. Dr. Hans Gombotz, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am AKH Linz, Österreich. Er war im letzten Jahrzehnt federführend an der Entwicklung des PBM-Konzepts beteiligt und hat in dieser Zeit zwei wegweisende Studien zur Praxis der Bluttransfusion in Österreich publiziert. Die beiden AIT-Experten Dr. Günter Schreier und Peter Kastner nahmen bereits erfolgreich an diesen beiden Vorprojekten teil. Das Forschungsunternehmen AIT ist daher für die Gesamtleitung des Projekts EU-PBM prädestiniert und zeichnet für die Bereiche Projekt- und Informationsmanagement sowie Biostatistik verantwortlich.

Weitere Mitglieder des Kernprojektteams sind Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, FRCA, (Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum Frankfurt) und Dr. Axel Hofmann (Institut für Anästhesiologie, Universitätsspital Zürich und School of Surgery, University of Western Australia). Das Projektteam wird von einer internationalen siebenköpfigen Expertengruppe beraten und kooperiert eng mit den zuständigen nationalen Behörden, die eine zentrale Rolle bei der Schaffung der regulatorischen Rahmenbedingungen für die nachfolgend vorgesehene Anwendung im Gesundheitssystem einnehmen.

Über das AIT Austrian Institute of Technology
Das AIT Austrian Institute of Technology ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und gilt auf europäischer Ebene als Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Mit seinen fünf eigenständigen und ergebnisverantwortlichen Departments (Energy, Mobility, Health & Environment, Safety & Security sowie Innovation Systems) arbeitet das AIT in enger Kooperation mit der Industrie und Auftraggebern aus öffentlichen Institutionen, um seinen Partnern einen wesentlichen Mehrwert durch Innovationen und neue Technologien zu bieten.
Das Safety & Security Department leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung von operativer Effizienz und Zuverlässigkeit kritischer Infrastrukturen im IKT-Bereich. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien in den Bereichen öffentliche Verwaltung (eGovernment, eEnvironment), Stromversorgung, Gesundheitsversorgung (eHealth), Verkehrsnetze, Zahlungssysteme und Telekommunikation. Das AIT verfügt über einen internationalen Ruf im Bereich Gesundheitsinformationssysteme, die in enger Kooperation mit führenden medizinischen Partnern entwickelt werden.

Über die Consumers, Health and Food Executive Agency (CHAFEA)
Die CHAFEA leitet das EU Health Programme, das Consumer Programme und die Better Training for Safer Food Initiative. Sie ist für die Durchführung sämtlicher Aktivitäten und Programme in diesen Bereichen verantwortlich, insbesondere im Zusammenhang mit der Vergabe von Aufträgen und Förderungen sowie dem Projektmanagement. Sie fördert die Verbreitung von Know-how und Best Practices, leitet die Projektergebnisse an die EU Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher zur politischen Entscheidungsfindung weiter und bietet Unterstützung bei der Organisation von technischen Meetings, Studien, Seminaren und Konferenzen.

Rückfragehinweis: Michael Mürling, AIT Austrian Institute of Technology, Marketing & Communications, Safety & Security Department, T +43 (0)50550-4126, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.ait.ac.at

Daniel Pepl: AIT Austrian Institute of Technology, Corporate and Marketing Communications, +43 (0)50550-4040, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! I www.ait.ac.at

Aussender: AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Ansprechpartner: Mag. Michael Hlava
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: +43505504040
Website: www.ait.ac.at

Quelle: www.pressetext.com/news/20140321009