Buchholz: "EZB-Geldpolitik nicht für verspäteten Sommerschlussverkauf geeignet!"

Berlin (pts017/04.09.2014/15:30) - Zur heutigen Entscheidung der Europäischen Zentralbank erklärt die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, Prof. Dr. Liane Buchholz:

"Es drängt sich der Vergleich auf, dass die EZB den Euro mittlerweile im späten Sommerschlussverkauf anbietet. Aber auch diese Leitzinssenkung auf 0,05 Prozent wird nicht zur erhofften Stimulation der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen führen. Denn selbst der niedrigste Zinssatz wird die Risikobereitschaft der Banken in der Eurozone nicht erhöhen. Hier stößt die EZB bei der Anregung wirtschaftspolitischer Impulse also klar an ihre Grenzen."

Anstatt weiterhin ungesteuert Liquidität in das Bankensystem zu pumpen und die Sparer zu verunsichern, sollten andere Maßnahmen zur gezielten Verbesserung der Finanzierungsbedingungen und der Investitionsförderung ergriffen werden. Dieses Vorbild kann das bewährte System der deutschen Förderbanken sein, die mit einer Co-Finanzierung oder Zinszuschüssen das Durchschlagen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft verhindert und heute einen bedeutenden Anteil an den guten Konjunkturaussichten in Deutschland haben. Buchholz abschließend: "Wer die konjunkturelle Erholung in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten forcieren will, landet naturgemäß bei der Kernkompetenz einer Förderbank und eben nicht bei der Geldpolitik der EZB!"

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, ist ein Spitzenverband der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt die Interessen von 64 Mitgliedern, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Die Mitgliedsinstitute des VÖB repräsentieren mit über 1.670 Milliarden Euro 22 Prozent der Bilanzsumme des deutschen Bankenmarktes (Geschäftsjahr 2013). Mit knapp 76.000 Beschäftigten nehmen die öffentlichen Banken ihre Verantwortung für Mittelstand, Unternehmen, die öffentliche Hand und Privatkunden wahr und sind in allen Teilen Deutschlands fest in ihren Heimatregionen verwurzelt. Mit 46 Prozent sind die VÖB-Mitgliedsbanken Marktführer bei der Kommunalfinanzierung und stellen zudem rund 23 Prozent aller Unternehmenskredite in Deutschland zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.voeb.de

Aussender: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (VÖB)
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Quelle: www.pressetext.com/news/20140904017