Mobiles Drucken: Die besten Apps zum Drucken vom Handy

mobiles druckenZwei Gegenstände, die aus unserem Alltag inzwischen kaum mehr wegzudenken sind, sind einerseits das nahezu allgegenwärtige Smartphone und der Drucker (egal, ob es sich dabei um einen Laser- oder Tintenstrahldrucker handelt). Während Mobiltelefone bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich der Kommunikation dienten, werden Sie mit jeder Generation leistungsfähiger und machen inzwischen schon dem klassischen Heim-PC Konkurrenz.

Mit jeder zusätzlichen Funktion, jedem neuen Feature und jeder neuen App können die aktuellen Smartphone-Modelle immer weitere Aufgaben übernehmen und halten demzufolge auch immer mehr Einzug in die Arbeitswelt und den Büroalltag.

Demzufolge finden sich vermehrt Office-Apps in den diversen App-Stores im Internet, welche uns den Arbeitsalltag erleichtern sollen. Dabei gibt es auch einige, welche versprechen das einfache und rasche Drucken über das Handy zu ermöglichen.

Dies ist prinzipiell eine sehr lobenswerte Sache, denn trotz fortschreitender technologischer Entwicklung, kann der Weg vom Handy zum Drucker teilweise noch ein beschwerlicher sein. Immer noch lauern teils hohe technische Hürden, falls man PDF-Dateien, Fotos, Notizen und Emails auf Papier bringen möchte.

Die zwar bei den meisten modernen Druckermodellen schon standardmäßig vorhandene Wi-Fi-Direct-Funktion ist technisch oftmals nicht voll ausgereift. Die Übertragung von Dateien vom Smartphone auf den Computer mittels Speicherkarten oder USB-Kabel ist umständlich.

Was wäre also naheliegender als das mobile Drucken über eine App. Von diesen Drucker-Apps gibt es inzwischen wie bereits erwähnt schon eine große Menge, nur liegt der Teufel wie so oft im Detail.

Das heißt in den Details der Drucker-Apps selbst, an welchen es bei manchen hapert, sodass bei weitem nicht alle gleich gut zum Drucken über das Handy geeignet sind.

In dem folgenden Beitrag möchten wir Ihnen deshalb einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten zum mobilen Drucken mittels App geben. Sowie Ihnen die Vor- und Nachteile, sowie Charakteristika der einzelnen Drucker-Apps aufzeigen.

Mobiles Drucken – die Möglichkeiten

Prinzipiell stehen Ihnen 3 verschiedene Möglichkeiten offen, um direkt von Ihrem Handy zu drucken.

Unabhängig von den Druckerherstellern, aber abhängig von Ihrem Smartphone-Hersteller Universal-Dienste wie Google Cloud Print und Apple AirPrint. Dann die firmeneigenen Drucker-Apps der großen Druckerhersteller. Sowie Drucker-Apps von mehr oder weniger unabhängigen Drittanbietern.

Bei allen Möglichkeiten gibt es aber vorneweg anzumerken, dass mobiles Drucken weder einfach ist, noch den wirklichen Idealfall darstellt. Mobilgeräte wurden nun einmal nicht primär zum Drucken entwickelt. Genauso wenig wie Drucker für die Kommunikation mit einem anderen Gerät als einem Computer (egal ob Windows-PC oder Mac-Book).

Deshalb kann es immer wieder passieren, dass Ihre Ausdrücke später nicht so aussehen, wie Sie das geplant hatten. Trotz vorheriger Anpassung des Druckauftrags in der App. Das liegt daran, dass viele der Drucker-Apps immer noch nicht alle Schriftarten und Formate komplett fehlerfrei übertragen können.

Mobil drucken über Apple Airprint

Drucken über Airprint ist für alle Mobilgeräte möglich, die über ein iOS-Betriebssystem verfügen oder Airprint unterstützen. Vorausgesetzt der Drucker ist mit Airprint kompatibel.

Hier finden Sie die aktuelle Liste von Apple mit allen mit Airprint kompatiblen Druckern.

Die Vorteile von Airprint sind, dass Sie weder Treiber installieren noch umständliche Konfigurationen vornehmen müssen. Gedruckt wird hier direkt über das iOS-Druckmenü. In der Regel ohne größere Schwierigkeiten.

Die Nachteile von Airprint sind, dass der Ausdruck nur im selben WLAN-Netzwerk möglich ist (also nicht von unterwegs) und wie bereits erwähnt nicht alle Drucker mit Airprint kompatibel sind.

Mobil drucken über Google Cloud Print und Google Chrome

Drucken über Google Cloud Print ist für alle Mobilgeräte möglich, vorausgesetzt wiederum der Drucker ist kompatibel.

Hier finden Sie die aktuelle Liste von Google mit allen mit Cloud Print kompatiblen Druckern.

Falls der Drucker nicht mit Google Cloud Print kompatibel sein sollte, dann steht Ihnen immer noch der Umweg über den Chrome-Browser und Ihr persönliches Google-Konto offen. Dieser ist allerdings etwas umständlicher.

Der Vorteil von Google Cloud Print ist, dass hier sehr wohl das Drucken von unterwegs möglich ist.

Mobil drucken mit den herstellereigenen Drucker-Apps

Natürlich hat auch jeder der bekannten Druckerhersteller seine eigenen Drucker-Apps im Angebot. Beim Neukauf eines Druckers findet sich in der Bedienungsanleitung zumeist auch gleich der Hinweis auf diese. Sowie eine Empfehlung zum Download.

Die von herstellerseiten entwickelten Apps sind aber nicht immer uneingeschränkt zu empfehlen. Warum werden Sie sich jetzt eventuell fragen? Erstens einmal sind die großen Hersteller von Druckern und den dazugehörigen Tintenpatronen sowie Tonerkartuschen schon in der Vergangenheit mehrfach durch fragwürdige Praktiken negativ aufgefallen.

Wie zum Beispiel durch Druckerpatronen, die frühzeitig melden leer zu sein.

Oder viel Luft und wenig Tinte in den Original-Tintenpatronen.

Deshalb können Sie ruhig davon ausgehen, dass auch bei der Entwicklung firmeneigener Drucker-Apps nicht nur der Dienst am Kunden (also Ihnen) im Vordergrund gestanden hat.

Anders sind solche „Zusatzfunktionen“ wie die gleichzeitige Installation von zusätzlichen Programmen beim Download der App oder auch die Benachrichtigung über einen niedrigen Füllstand der Patronen (wobei wir wieder bei einem der obengenannten Themen wären) im Endeffekt nicht zu erklären.

Diese Benachrichtigung erfolgt dabei natürlich nicht nur an Sie, sondern ebenso gleichzeitig an den Hersteller. Aus diesem und aus anderen Gründen verlangen viele der Hersteller-Apps zum Drucken Berechtigungen, welche für die reine Funktion des Druckens per App in keinster Weise erforderlich sind.

Natürlich kann man dem entgegenhalten, dass eine von einer großen Firma und nicht einem freiberuflichen Entwickler in Eigenregie entwickelte App, in der Regel bei weitem technisch ausgereifter ist und reibungsloser läuft.

Falls Sie also auf eine von dem Hersteller Ihres Laser- oder Tintenstrahldruckers angebotene Drucker-App zurückgreifen wollen – hier finden sich eine kurze Übersichtsliste dazu.

  • Dell Document Hub – ist für Android und iOS erhältlich. Doch offensichtlich trifft bei dieser App nicht einmal das zuvor Gesagte bezüglich höherer technischer Qualität zu. Leider. Sollten Sie also einen Dell-Drucker besitzen, dann können wir Ihnen nur anraten sich nach einer anderen Lösung zum Drucken mit dem Handy umzusehen.
  • Hier finden Sie die druckerrelevanten Apps von Epson. Der Hersteller verweist zum Drucken per App zuerst einmal auf Apple Air Print und Google Cloud Print. Die Epson-Drucker-Apps ermöglichen also eher Sonder- und Zusatzfunktionen, welche über das reine Drucken hinausgehen.
  • iPrint&Scan-App von Brother – Ist kostenlos und für Apple iOS, Android und Windows Mobile verfügbar. Aber auch hier müssen Sie Sich mit Ihrem Mobilgerät im selben WLAN-Netz wie der von Ihnen angesteuerte Brother-Drucker befinden. Außerdem bietet die iPrint&Scan-App die Möglichkeit per NFC zu drucken. Falls sowohl Mobilgerät als auch der Drucker NFC-fähig sind.
  • HP ePrint – Mit der HP-Drucker-App können Sie über die Cloud auch von unterwegs drucken. Soweit schon einmal ein großer Vorteil. Sowie wiederum über HP-Drucker im selben WLAN-Netz und mittels NFC. HP ePrint ist bisher nur für Android verfügbar, für iOS-Nutzer hält HP die HP Smart-App bereit, welche mit ähnlichen Funktionalen aufwarten kann.
  • Samsung Mobile Print – Wiederum kostenlos und sowohl für Apple iOS, Android und Windows Mobile verfügbar. Und ebenso wiederum müssen Sie Sich mit Ihrem Mobilgerät im selben WLAN-Netz wie der von Ihnen angesteuerte Brother-Drucker befinden.

Mobil drucken mit Drucker-Apps von Drittanbietern

Wie bereits eingangs erwähnt gibt es neben den Universal-Diensten Apple Airprint und Google Cloud Print, sowie den firmeneigenen Apps der großen Druckerhersteller, noch eine Vielzahl von Drucker-Apps von Drittanbietern.

Natürlich sind bei weitem nicht alle von diesen empfehlenswert. Weisen Sie doch teilweise erhebliche technische Mängel auf oder werden nicht laufend aktualisiert, sodass neuere Druckermodelle von der App oftmals nicht erkannt werden.

In der folgenden Liste haben wir uns aber die Mühe gemacht die besten dieser Drittanbieter-Apps zum Drucken für Sie zusammen zu stellen. Bei der Vorstellung haben wir uns dabei auf die wichtigsten Fakten beschränkt.

Details wie jedes einzelne Druckformat oder jeder kompatible Drucker würden einerseits den Platz hier sprengen, andererseits sind diese unter den Informationen des jeweiligen Links einfach zu erfahren.

Des Weiteren sind alle Apps in dieser Liste hinsichtlich Funktionen und Kompatibilitäten für eine durchschnittliche Benutzung mehr als ausreichend ausgestattet. Für Sonderdrucke oder -formate bitten wir Sie Sich auf den Anbieterseiten genauer zu informieren.

Die besten Android-Apps zum Drucken:

  • PrinterShare Drucken – Druckererkennung im Netzwerk erfolgt rasch über einen einzelnen Button („Optionen“). Nach der erstmaligen Erkennung können Sie nicht nur im WLAN-Netz, sondern auch von unterwegs drucken. Und das mit einer Vielzahl von Funktionen und sehr guten Druckergebnissen. Voraussetzung ist die Installation des zugehörigen Programmes auf dem mit dem Drucker verbundenen Rechner. Und dass dieser Rechner eingeschalten ist. Darüber hinaus kann über Google Cloud Print gedruckt werden. Die Premiumversion kostet um die 9 Euro. Die Basisversion ist kostenlos und sollte Ihnen soweit einen Einblick verschaffen, damit Sie danach entscheiden können, ob Ihnen das Upgrade Ihr Geld wert ist. Falls nicht sind die 2 MB der App auch schnell wieder deinstalliert.
  • Cloud Print plus – Ist eine Drucker-App, welche das Drucken über Google Cloud Print noch bequemer macht. Unter anderem dadurch, dass sie ermöglicht Google Cloud Print auch über nicht-kompatible Drucker zu nutzen. Die Basisversion ist kostenlos, einige Premium-Funktionen müssen wiederum kostenpflichtig freigeschalten werden. Die Kosten hierfür sind unterschiedlich. Im Wesentlichen werden Sie diese als normaler Druckernutzer aber kaum benötigen.
  • Direct Print Service – Ist ein kostenloses Open-Source-Programm, welches aber eben die Installation der dazugehörigen Software auf dem mit dem Drucker verbundenen Rechner voraussetzt. Dieser muss zum Drucken von unterwegs darüber hinaus eingeschalten sein. Ansonsten ist das Drucken von jedem Handy mit Android-Betriebssystem zu jeglichem auf dem Markt erhältlichen Drucker möglich.
  • PrintHand Mobile Print Premium – Ermöglicht das Drucken vom Handy mittels WIFI oder Bluetooth sowie über die Google Cloud von unterwegs. Eine sehr hochwertige Drucker-App mit einer Vielzahl von Funktionen und Druckmöglichkeiten, deren Qualität sich im Preis widerspiegelt. Kostet in der Premiumversion (welche aber zur Benutzung zwingend erforderlich ist) rund 9 Euro. Zum Ausprobieren und um sich ein Bild von der Funktionalität zu machen reicht die Basisversion aber aus.
  • Quick Printer (ESC POS Print) – dient rein dazu ein Android-Mobilgerät mit einem Drucker für Kassenzettel zu verbinden. Falls Sie auf der Suche nach dieser Funktionalität sein sollten, dann haben Sie hier gefunden was Sie suchen. Es gibt eine kostenlose werbefinanzierte Version (bei welcher der Name der App auf dem Kassenzettel aufscheint), sowie eine kostenpflichtige und werbefreie Funktion.
  • Falls Ihr Android-Betriebssystem auf einem Samsung-Mobiltelefon laufen sollte, dann haben Sie das Samsung Print Service Plugin in der Regel vorinstalliert, welches das mobile Drucken auf nahezu allen Samsung-Druckern ermöglicht. Genauso kann mit dieser Drucker-App auf Druckern anderer Hersteller gedruckt werden, falls diese die Mopria-Technologie unterstützen. Die Mopria-App kann auch unabhängig auf Mobilgeräten installiert werden, die nicht von Samsung hergestellt wurden. Und ermöglicht dann das kostenlose, mobile Drucken in Verbindung mit allen Mopria-Druckern.

Die besten iOS-Apps zum Drucken

  • Print n Share – Erlaubt das direkte Drucken auf einer Vielzahl von Druckern ohne die Verwendung von Apple Airprint oder einem zwischengeschalteten Computer. Sowie auf allen Druckern über den Zwischenschritt des Computers und eines auf diesem installierten Zusatzprogramm. Drucken von unterwegs ist mittels Google Cloud Print ebenfalls möglich. Diese iOS-Drucker-App kostet in der Vollversion 6 und in der Premiumversion 8 Euro.

  • PrintHand Mobile Print – diese schon unter den Android-Apps zum Drucken vorgestellte App gibt es genauso für iOS. Die gebotene Qualität und in weiterer Folge der geforderte Preis bewegen sich im selben Rahmen. Die Möglichkeit eines eingeschränkten Testzugangs ist ebenfalls vorhanden. Druck entweder im WLAN-Netz oder über Bluetooth, sowie von unterwegs mittels Google Cloud Print möglich.

  • PrinterShare – Ebenfalls schon unter den Android-Drucker-Apps aufgezählt und mit den gleichen umfangreichen und ausgereiften Funktionen wie die Android-Version. Drucken über das WLAN-Netz, Bluetooth, einen zwischengeschalteten Computer (Mac) mit installiertem Programm (auch von unterwegs) sowie über Google Cloud Print und Apple Airprint. Kostenlose Basisversion zum Testen, die Vollversion bewegt sich im Bereich von 5 Euro.

Falls Sie eine Druck-App für ein Windows-Handy suchen sollten. Sowohl PrintHand Mobile Print als auch PrinterShare gibt es genauso für Mobiltelefone mit Windows-Betriebssystem.

Fazit Mobiles Drucken und Drucken mit App

Wie Sie sehen können ist das Drucken vom Handy derzeit noch kein einfaches Thema und ein optimales Resultat ist nicht immer garantiert. Unserer Meinung nach ist die wohl vernünftigste Lösung einen der Universal-Dienste wie Google Cloud Print oder Apple Airprint zu nutzen. Und diesen bei Mehrbedarf an Druckeinstellungen oder kompatiblen Druckern um eine der hochwertigen Vollversionen einer der kostenpflichtigen Anbieter zu ergänzen.

Falls Sie denn wirklich darauf angewiesen sein sollten immer und jederzeit von ihrem Mobiltelefon aus zu drucken.

Die Autorin Sandra Laymann arbeitet für Tonerlieferant24, dem Berliner Spezialisten für den Vertrieb von Druckern, Druckerzubehör und originalen sowie vor allem alternativen Druckerpatronen und Tonern. In ihrer Funktion beschäftigt sie sich somit tagtäglich mit druckerrelevanten Themen, um in diesem schnelllebigen Gewerbe immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Diesen Beitrag hat sie verfasst, nachdem sie sich aus eigenem Interesse intensiver mit dem Thema Drucken per Handy und Drucker-Apps auseinandergesetzt hat. Sie hofft, dass mit diesem Beitrag ihre Recherche nun für Sie genauso nützlich sein wird, wie sie dies für sie persönlich schon war.