Heidelberger Katechismus

Luthers Reformation als Weg in das freiheitliche Denken

Bad Nauheim (pts009/25.10.2011/10:00) – Der 31. Oktober wird in Deutschland als Reformationstag gefeiert, in Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther. Doch Luthers Kritik am damaligen Reliquienwahn und Ablasshandel der Kirche führte nicht nur zur Gründung der evangelischen Kirche, der heute rund 600 Millionen Protestanten weltweit angehören. Der Beginn der Reformation war auch das Ende uneingeschränkter Macht der Autoritäten, denn die Menschen entdeckten ihre eigene Persönlichkeit und wurden mündiger gegenüber Staat und Kirche.

Mit seiner Übersetzung der Bibel legte Luther zudem den Grundstein für die Entstehung einer einheitlichen deutschen Sprache. „Martin Luther gilt in protestantisch geprägten Teilen des Landes als ein Volksheld, auch wenn im heutigen Wandel der Zeit viele Menschen den 31. Oktober eher mit Halloween als mit der Reformation in Verbindung bringen. Er trug zu den Entwicklungen unserer Gesellschaft ab dem 16. Jahrhundert einen erheblichen Teil bei“, sagt Björn Rudek, Geschäftsführer des Vereins Historic Highlights of Germany e.V. (HHoG). Zu den 13 Mitgliedsstädten, die allesamt über ein bedeutendes historisches Erbe verfügen, zählen wichtige Stationen im Leben und Wirken Martin Luthers. Der Verein hat daher eine „Themenroute“ auf den Spuren des Reformators durch Deutschland zusammengestellt.