Öffentl. Banken mahnen moderaten Gehaltsabschluss an

Berlin (pts027/18.01.2012/15:25) - Die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken hat die Forderung von ver.di, die Gehälter im Bankgewerbe um 6 Prozent zu erhöhen, mit Befremden zur Kenntnis genommen. Nach Auffassung der Arbeitgeber bietet die gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation keinerlei Spielraum für eine solche Erhöhung.

Die Tarifverhandlungen im Bankgewerbe beginnen am 1. März 2012. Thomas Christian Buchbinder, Vorstandsvorsitzender der Landesbank Saar und Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken, sagte zur Forderung von ver.di: "Die Banken müssen gegenwärtig zahlreiche neue regulatorische Maßnahmen umsetzen. Insbesondere die Bankenabgabe und die neuen Eigenkapitalanforderungen führen zu erheblichen Belastungen der Institute. Diese treffen die Banken zum Zeitpunkt einer nicht gelösten Staatsschuldenkrise, die mit unwägbaren Auswirkungen auf den Euroraum und das Bankensystem insgesamt einhergeht. Das gilt in besonderem Maße auch für die öffentlichen Banken. Um weitere Belastungen auf der Personalkostenseite in einem erträglichen Rahmen zu halten, muss ein moderater Gehaltsabschluss getroffen werden."

Bei den ver.di-Forderungen nach weiteren tariflichen Regelungen sieht die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken keinen Handlungsbedarf. Insbesondere im Bereich des Gesundheitsschutzes weisen die öffentlichen Banken darauf hin, dass sich die Tarifparteien im Juni 2010 auf eine tarifliche Erklärung zum Gesundheitsschutz im Bankgewerbe geeinigt hätten. Seither hätten die Banken ihre institutsspezifischen Gesundheitsschutzprogramme fortentwickelt und ausgebaut. Weitergehende Zugeständnisse seien auf tariflicher Ebene nicht realisierbar, sondern blieben betrieblichen Einzellösungen vorbehalten.

Der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken gehören 50 Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, an, unter anderem Landesbanken, Förderinstitute, Bausparkassen und einzelne Sparkassen. Die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken führt die Tarifverhandlungen im Bankgewerbe in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes.

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 61 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 2.031 Mrd. EUR (Geschäftsjahr 2010) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken auf rund 24 Prozent des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen knapp 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter www.voeb.de

Aussender: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.
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Quelle: www.pressetext.com/news/20120118027
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