Von der Ausgrabung bis zur Fertigung Çini Kachel- u. Keramikkunstwerke aus Ahlat

Meryem Uguz KaplanSchloss Schönbrunn Tagungszentrum, Wien (pts001/18.08.2014/05:00) - Von der Ausgrabung bis zur Fertigung der türkischen Çini Kachel- und Keramikkunstwerke aus Ahlat

Das Ziel der Bitlis Eren Universität-Berufshochschule von Ahlat ist es, die traditionelle Çini-Hestellung zu verstärken.

Da wir uns der Kunstwissenschaft gegenüber verantwortlich fühlen, fördern wir diesen Bereich der Kachel- und Keramikkunst. Die harte Arbeit in diese Richtung trägt schon ihre ersten Früchte. In der Bitlis Eren Universität-Berufshochschule von Ahlat stellen viele wertvolle Künstler ihre faszinierenden und einmaligen Unikate her. Hier werden die Motive aus der Vergangenheit von den Experten gezeichnet und anschließend mit einer speziellen Technik hergestellt.

Die Lehrbeauftragten der Bitlis Eren Universität, Meryem Uguz Kaplan und Nihat Kaplan, übernehmen in der Çini-Herstellung eine Vorreiterrolle.

Meryem Uguz Kaplan stellt Gehstöcke nach dem klassischen Tezhip Muster her, die aus dem Holz vom Nussbaum angefertigt werden. Das Verzieren mit dem Gold schaffte eine neue Sparte der Kunst. Auf Murakka wird die Tezhip-Technik angewandt und auf die Gehstöcke mit klassischen Blumenmotiven projiziert. Das Ergebnis ist ein Produkt des Genusses, welches ein feines und vornehmes Werk darstellt.

Die entstandenen Kunstwerke und Unikate können Sie in der Ausstellung bewundern.

Lassen Sie sich diese einmalige Chance nicht entgehen und besuchen Sie die Ausstellung vom 25.August 2014 bis 31.August 2014 im Schloss Schönbrunn Tagungszentrum.
Die Ausstellung ist zwischen 09.00 und 18.00 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Bitlis Eren Universität: www.beu.edu.tr

Katalog zum Herunterladen (Pdf): medya.beu.edu.tr

Diese Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Eren Holding/Türkei und Voith GmbH/Deutschland statt. www.erenholding.com.tr - voith.com

Ahlat

Ahlat, befindet sich im Norden des Van Sees und ist ein Museum im Freien, dass mit seinen Naturschönheiten und auch mit den Denkmälern berühmt ist. Es ist eines von den schönsten Gebieten des Ost-Anatoliens der Türkei.

Ahlat zählte zu den größten Zentren der Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft im großen Imperatorium der Seldschuken. Aus diesem Grund wurde gemeinsam mit "Belh und Buhara" der Titel "Kubbet'ül Islam" verliehen.

In Ahlat wurden zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert nahmhafte Künstler ausgebildet. Ihre Künste verbreiteten sie im gesamten geographischen Raum der Seldschuken.
Die seldschukischen Friedhöfe in Ahlat bestehen aus Kuppeln und aus drei bis vier Meter hohen Grabdenkmälern, die in Feinarbeit, von diesen Künstlern, einzeln angefertigt wurden.

"Çini" (Türkische Kachel- und Keramikkunst)

In den Sechzigern, wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Haluk Karamaaral viele wertvolle Werke ausgegraben. Diese ausgegrabenen Werke schmücken jetzt das Ahlat Museum.

Die im Jahre 1960 in Ahlat begonnenen Städteausgrabungen haben die vergessene Kunst der "Çini" wieder ins Leben gerufen. Auf den Keramiken von Ahlat kann man alle Verzierungstechniken von den Seldschuken, aus Nah- und Mittelosten sehen.
In Anatolien gibt es kein anderes Gebiet, wo sich so viele Verzierungstechniken auf einem Platz befinden.

Es ist ganz klar, dass Ahlat, wo es über 20 Verzierungstechniken gibt, ein sehr großer Produktions- und Wirtschaftszentrum ist.

Die Figuren der Keramiken und Kacheln von Ahlat, sind hauptsächlich Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Figuren zeigen eine Ähnlichkeit mit den Keramiken und Kacheln, die von Kubad- Abad und den persischen Seldschuken. Diese Ähnlichkeit ist bei der Restaurierung und Komplementierung der Antiquitäten, die bei den Ausgrabungen beschädigt werden, sehr hilfreich. Der Punkt, der für die Restaurierung wichtig ist, ist dass die Figuren nicht ihre Originalität verlieren und nur von den "Konstruktionsexperten" bearbeitet werden.

Eine sehr hervorstechende Eigenheit von den Ahlat Keramiken ist, dass die Farben und die Kompositionen der Figuren ganz anders sind, als die anderen zeitgenössischen Keramiken. Obwohl die Farben eine gewisse Ähnlichkeit mit den persischen und den von Kubad- Abad haben, stehen die Verwendung von Glasur und ihre verschiedenen Töne ins Auge.
Die Intensität und die Vielfalt der Motive und Farben inspirieren bei dem Entwurf ihrer Werke viele Künstler.

Diese Vielfalt ist nicht nur bei den Motiven sichtbar. Ahlat hat mit seiner Kunst und seinen Künstlern, die Kunst der Gehstockproduktion und Steinmetzerei bis heute leben lassen. Diese Kunst ist mittlerweile weltberühmt geworden.

Ahlat hat mit der Eröffnung mehreren Ateliers und Handwerkklassen, wieder seinen damaligen Kunsttitel und die Interessenten zurück erobert.

Aussender: Bitlis Eren Universität
Ansprechpartner: Tayfun Sert, MBA
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: +43 660 1414288
Website: www.beu.edu.tr

Quelle: www.pressetext.com/news/20140818001
Fotos, PDFs: www.pressetext.com/news/media/20140818001
Fotohinweis: Meryem Uguz Kaplan