Sparen extrem: 4 von 10 Deutschen gehen nachts im Dunkeln aufs Klo, jeder Fünfte heizt gar nicht

  • Sparen74 Prozent der Deutschen haben für den unkontrollierten Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser kein Verständnis
  • Mehr als jede dritte Frau spart durch Kerzen und Teelichter, jeder dritte Mann durch das Aufladen des Tablets oder Handys außerhalb der Wohnung
  • Fast jeder Zehnte leckt seine Teller ab, um Geschirrspülwasser zu sparen

Berlin / Amsterdam, 25. Februar 2016 - Tropfende Wasserhähne, Elektrogeräte im Standby-Modus - solche Szenarien dürfte es hierzulande kaum geben, denn 93 Prozent der Deutschen versuchen aktiv bei den Heiz-, Strom- und Wasserkosten zu sparen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von RetailMeNot (www.retailmenot.de), dem weltweit größten Marktplatz für digitale Gutscheine und Angebote. Die Mehrheit (74 Prozent) hat hierzulande für unkontrollierten Verbrauch schlichtweg kein Verständnis. Schließlich lernt schon jedes Kind, dass man im Flur das Licht ausmacht, Fenster vor dem Heizen schließt und das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lässt. Dieser ressourcenschonende Umgang ist allerdings nicht nur auf gute Erziehung und Umweltbewusstsein zurückzuführen. Zwei Drittel (68 Prozent) sparen an Strom-, Heizungs- und Wasserkosten vor allem, um den eigenen Geldbeutel zu schonen - nur jeder Dritte (32 Prozent) spart der Umwelt zuliebe. Neun von zehn Bundesbürgern (92 Prozent) sind dabei sogar stolz, wenn sich die Sparmethoden positiv auf die Nebenkostenabrechnung auswirken.

Sparen mit Nostalgiefaktor: Warmer Pullover statt Heizung, Kerze statt Glühbirne

Wenn es um Methoden geht, die Nebenkosten in Schach zu halten, sind die Bundesbürger sehr einfallsreich - und der Geldbeutel und die Umwelt sagen danke. Um den Heizverbrauch zu reduzieren, setzen drei von vier Deutschen (76 Prozent) auf warme Socken und Pullover. Ein Fünftel (21 Prozent) schaltet die Heizung sogar gar nicht an. Zur Reduzierung des Stromkonsums gehen 45 Prozent der Deutschen nachts im Dunkeln auf die Toilette. Im bundesweiten Vergleich sind dabei die Berliner die größten Experten darin, den Weg zum stillen Örtchen (63 Prozent) „blind“ zu finden. „Es muss nicht immer die Festbeleuchtung sein,“ sagen sich 30 Prozent der Deutschen und zünden abends Kerzen oder Teelichter an ¬- vor allem Frauen (37 Prozent) nutzen diese Sparmethode mit Romantikfaktor. Männer sparen hingegen häufiger, indem sie das Tablet oder Handy außerhalb der eigenen vier Wände aufladen (32 Prozent).

Geschmackvolles Vorspülen: Jeder Zehnte wäscht das Geschirr von Zunge ab

Bei den Sparmethoden im Badezimmer und in der Küche sind einige Verbraucher mit allen Wassern gewaschen: Neun Prozent nutzen das Wasser der Waschmaschine für die Toilettenspülung. Genauso viele haben einen Ziegelstein im WC-Spülkasten, der verhindert, dass mit zu viel Wasser gespült wird. In der Küche setzt hingegen fast jeder Zehnte (neun Prozent) auf das wasserfreie Vorspülen und leckt den Teller vor dem Abwaschen ab. In der Hauptstadt behandelt jeder Vierte (24 Prozent) sein Geschirr auf diese Weise vor - bundesweiter Spitzenwert.

Top 10 „Sparen im Haushalt - die einfallsreichsten Maßnahmen“

  1. Ich trage auch Zuhause wärmere Kleidung wie Socken und Pullover. 76 %
  2. Ich wasche mein Gemüse oder Obst nicht unter fließendem Wasser, sondern z. B. eher in einer Schüssel. 46 %
  3. Ich erhitze Wasser im Wasserkocher, bevor ich es zum Kochen von z. B. Nudeln, Eiern oder Gemüse in den Topf gebe. 46 %
  4. Ich gehe nachts im Dunkeln auf die Toilette. 45 %
  5. Ich nutze abends Kerzen und Teelichter. 30 %
  6. Ich lade mein Handy oder Tablet außerhalb meines Haushalts, z. B. auf Arbeit, in der Universität oder an öffentlichen Orten. 28 %
  7. Ich versuche, gar nicht zu heizen. 21 %
  8. Ich lecke meine Teller ab, um beim Spülen weniger Wasser zu benötigen. 9 %
  9. Ich nutze das Wasser der Waschmaschine für die Toilettenspülung. 9 %
  10. Ich habe einen Ziegelstein in meinem WC-Spülkasten, um mit weniger Wasser zu spülen. 9 %

Zur Umfrage

Die repräsentative Umfrage wurde von RetailMeNot unter 1.130 deutschen Verbrauchern durchgeführt. Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen: www.retailmenot.de