Lettland und die zwei Seiten des Euro

Wien (pts010/11.12.2013/09:50) - Lettland hat seine Krisenzeit hinter sich gebracht und wird im Jänner 2014 das 18. Land der Euro-Zone. Die Vorbereitungen auf den Euro laufen auf Hochtouren. Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung AG, erkennt in Lettland einen guten Zukunftsmarkt für österreichische Exporteure, sieht aber auch den bestehenden Risiken ins Auge.

Die Geschichte eines Millionen-Schadens

Ein österreichisches Unternehmen pflegt eine langjährige und verlässliche Partnerschaft mit dem west-lettischen Stahlproduzenten Metalurgs Liepaja. Anfang 2013 bemerkt der österreichische Exporteur erste Zahlungsprobleme des Letten. Seine Kreditversicherung - die OeKB Versicherung - hat das Risiko im Blick und rät etwa zur selben Zeit von weiteren Lieferungen an diesen Abnehmer dringend ab.

Kurz darauf passiert es: Im November 2013 meldet das bisher stabile baltische Unternehmen Insolvenz an. Bis Ende Oktober hätten für die Umsetzung des Restrukturierungsplans 14 Millionen Euro, von insgesamt 66 Millionen Euro, aufgebracht werden müssen. Daran ist Metalurgs schließlich gescheitert.

Der Forderungsverlust des Österreichers ist millionenschwer. "Das hätte bei dieser langen und stabilen Geschäftsbeziehung niemand erwartet. Jetzt heißt es dran bleiben und schauen, was noch zu retten ist. Und genau da begleiten wir unseren Versicherungsnehmer", so Offterdinger.

Wirtschaftliche Situation ist zwiespältig

Die Vorbereitung auf den Euro hat unterschiedliche Auswirkungen auf die lettische Wirtschaft. Die extreme, aber notwendige Sparpolitik der vergangenen Jahre hat das Sozialwesen geschwächt. Gut ausgebildete Fachkräfte wandern ab und das Bildungssystem ist nach wie vor unterfinanziert. Ein evidentes Problem bleibt die Korruption.

Allerdings verzeichnet Lettland 2012 mit 5 Prozent eine der höchsten Wachstumsraten in der EU. 2013 fördert der Privatkonsum die weitere Entwicklung der Wirtschaft. Für 2014 erwartet die OeKB Versicherung ein BIP Wachstum von circa 4 Prozent. Die Staatsschulden sind unter 40 Prozent und die Lohnstückkosten gering. Die zentrale Lage macht Lettland zur Drehscheibe für den Ost-West-Handel. Der Ausbau der Telekom- und Verkehrsinfrastruktur eröffnet Handelspartnern vielfältige Chancen. "Für all jene, die auch die Risiken im Auge behalten, ist Lettland ein klarer Zukunftsmarkt - vor allem in Hinblick auf den kommenden Euro", stellt Offterdinger fest.

Der Blick auf den Euro

Ein Großteil der Letten betrachtet den Beitritt zur Euro-Zone skeptisch. Befürchtet wird ein Preisauftrieb. Die Unternehmer hingegen sind positiv gestimmt. Die EU ist immerhin Haupthandelspartner.

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Quelle: www.pressetext.com/news/20131211010