So klimaschädlich fahren Deutschlands Landesregierungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Daten zum CO2-Ausstoss der Dienstwagen der deutschen Landesregierungen veröffentlicht. Dabei fällt auf: Nur drei Regierungen (Hamburg, Rheinland-Pfalz und Bremen) bleiben im Schnitt unter dem EU-Zielwert für den Ausstoß von 130g/km. Andere Landesregierungen, darunter etwa auch die grün-geführte in Baden Württemberg bleiben darüber. Besonders Bayern, Sachsen, sowie Hessen und NRW erzielen hohe Werte.

Immerhin: Bei den Regierungschefs erzielt Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden-Württemberg mit 140 g/km hinter Jan Böhmsen (SPD) aus Bremen (118 g/km) den zweitbesten Wert. Schlusslichter sind hier mit jeweils 216 g/km Michael Müller (SPD, Berlin), Volker Bouffier (CDU, Hessen), Stephan Weil (SPD, Niedersachsen) und Hannelore Kraft (SPD, NRW).

Die DUH befragte im Zeitraum von Januar bis März 2015 insgesamt 229 deutsche Bundes- und Landespolitiker zu ihren Dienstwagen und legte die amtlichen Leistungs-, Verbrauchs- und CO2-Daten bei Verbrennungsmotoren beziehungsweise kWh-Angaben bei (Teil-)Elektroantrieben zugrunde. Bei Elektro- bzw. Plug-In-Fahrzeugen wurde der ausgewiesene Stromverbrauch des Fahrzeugs mit dem vom Umweltbundesamt jährlich veröffentlichten Emissionsfaktor des deutschen Strommixes zusätzlich berücksichtigt. Eine Berücksichtigung individueller Tankgewohnheiten (Biodiesel bzw. Ökostrom), wie von manchen Politikern gefordert, unterbliebt, da laut DUH ansonsten ein Vergleich des Energieverbrauchs und der durch den Gebrauch der Fahrzeuge verursachten CO2-Emisionen unmöglich gemacht würde.

Die Grafik zeigt den durchschnittlichen CO2-Ausstoß (g/km) der Dienstwagen der Landesregierungen im Jahr 2015

Infografik: So klimaschädlich fahren Deutschlands Landesregierungen | Statista

Ouelle: de.statista.com