Winterreifenpflicht

Robert Wasner

UNIQA zu Kfz-Versicherung: Was passiert, wenn Sie im Winter mit Sommerreifen fahren

Wien (pts008/24.11.2015/09:05) – Versicherungen prüfen, ob der Unfall mit den richtigen Reifen verhindert werden hätte könne.

  • Es gilt, Reifenwechsel lieber rechtzeitig durchführen, als von einem plötzlichen Wintereinbruch überrascht werden

Die gute Nachricht zuerst: Wer im Winter mit Sommerreifen auf Österreichs Straßen unterwegs ist, hat, so lange kein Unfall passiert, nichts zu befürchten. „Die Winterreifenpflicht ist zwar eine Pflicht, diese muss aber nur bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen eingehalten werden“, erklärt Robert Wasner, Sachversicherungsvorstand von UNIQA Österreich. Die schlechte Nachricht ist, wenn doch etwas passiert, kann sich die Versicherung schadlos halten sofern es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Reifen gibt.

Tipps und Tricks im Umgang mit der Winterreifenpflicht

Für Autofahrer, die in der kalten Jahreszeit immer noch mit Sommerreifen auf den Straßen unterwegs sind, wird es jetzt eng. Seit 4. Dezember 2010 besteht nämlich Winterreifenpflicht in Deutschland. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt nun jedem Autofahrer vor, bei Winterwetter mit Winterreifen zu fahren, d.h. bei Glatteis, Schneematsch sowie Schneeglätte müssen die Sommerreifen den Winterreifen weichen. Die Reifen müssen, wie in der EU-Richtlinie 92/23/EWG beschrieben, mit der „M+S“-Kennzeichnung versehen sein und müssen die in dieser Vorschrift genannten Eigenschaften besitzen. Auch Ganzjahresreifen- oder Allwetterreifen sind hierbei erlaubt. Wichtig ist, dass die Pneus mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben und nicht älter als fünf Jahre sind. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge müssen die Reifen an beiden Achsen aufziehen, bei schweren Nutzfahrzeugen reicht jedoch allein das Aufziehen der Antriebsachsen mit den entsprechenden Reifen.